Artikel getaggt mit ‘Psychische Erkrankungen’

Rezeptgebührenbefreiung, Kosten der GKK und die Einsparung durch Generika

Um für finanzschwache Personen den Zugang zu Medikamenten zu ermöglichen, wurde 2008 von der Bundesregierung die Rezeptgebührendeckelung (REGO) eingeführt die besagt, daß die Rezeptgebühr nicht mehr anfällt, sobald jemand  zumindest 2% vom Einkommen für Medikamente verwenden muß. Diese Regelung führte zu einem massiven Anstieg der Rezeptgebührenbefreiungen, so daß in Salzburg 12.300 Personen befreit sind, alleine durch die REGO 10.000.  So weit so gut.

Der Haken an der Sache ist aber, daß die Finanzierung nicht der Bund (alle Steuerzahler) tragen, sondern die jeweiligen Gebietskrankenkassen (GKK).  Die SGKK mußte aus diese Grund seit 2008 rund € 10 Mio dafür aufwenden. Ist das einer der Gründe, warum die SGKK in einem anderen Bereich so vehement auf die Kosten achtet, daß sie sogar in die Therapiefreiheit der Ärzte eingreift und vorschreibt, nur das günstigste Nachbaumedikament (Generika) zu verordnen? Ohne zu berücksichtigen, daß eine Medikamentenumstellung Patienten verunsichert, andere Hilfsstoffe Nebenwirkungen auslösen können und dadurch z.B. eine medikamentöse Behandlung psychischer Erkrankungen um einiges schwieriger und langwieriger wird.

Die Jubelmeldung  der SGKK von € 2,5 Mio Einsparung pro Jahr durch Generika wird dadurch obsulent. Um den finanziellen Abgang durch die REGO etwas aufzufangen, wird die Rezeptgebühr für alle anderen Versicherten um 10 Cent auf € 5,10 angehoben.

31/12/2010 at 07:49 Hinterlasse einen Kommentar

Ökotool, Therapiefreiheit und die Nebenwirkungen

Ständig wird im Gesundheitsbereich einerseits über das Wohl der Patienten und andererseits über kostenmäßige Einsparungen gesprochen und geschrieben. Nur scheint es in der Praxis nicht zu funktionieren, weil immer nur ein Faktor als die Lösung angepriesen wird, über den Rest erfolgt stillschweigen. Ob die Ärzte-GmbHs, Neuigkeiten dazu im nächsten Artikel, oder im Bereich der Medikamente. Sparen ist in, daher erfolgt seitens der Krankenkassen ein immer stärker Druck auf die Ärzte, das billigste Nachbauprodukt (Generika) zu verschreiben. Die freiwillige Ökotoolliste ist in Salzburg schon zum Zwang geworden und die Therapiefreiheit des Arztes ist somit  obsolent geworden. Jubelmeldungen über Einsparungen erfolgen regelmäßig, wie zuletzt im ORF – Generika sparen Kosten. Gut, und wie sieht es auf  Seiten der Patienten  aus?

Es geht nicht  um Patienten, die 1 Mal im Jahr ein Medikament gegen Hesierkeit zu sich nehmen sollen, sondern um Patienten, die eine längerfristige medikamentöse Behandlung benötigen. Z.B. bei psychischen Erkrankungen. In diesem Bereich ist die Therapietreue eine Grundvoraussetzung, die durch Änderungen schwerstens beeinträchtigt werden kann. Warum wird dieser Faktor immer auf die Seite geschoben?

Warum sagt niemand, daß bei einem Nachbauprodukt die Wirkstoffe zwar ident sind, aber die Hilfsstoffe eine andere Zusammensetzung haben? Dies bewirkt wieder das Auftauchen von Nebenwirkungen, die in Folge den Patienten verunsichern und eine Therapie zum Scheitern bringen. Längere Krankenstände sind noch die kleinere Ursache. Warum wird dies alles verschwiegen?

07/12/2010 at 08:59 Hinterlasse einen Kommentar

Konflikt zwischen SGKK und der Pharmaindustrie wegen des Ökotoollistenzwangs.

Der im Jänner beginnende Gerichtskonflikt zwischen Pharmaverband und Salzburger Gebietskrankenkasse (SGKK) hat es im Detail schon an sich. Durchforstete einige Medien und sehe folgende Fakten:

1. Eine belegbare monetäre Einsparung (Salzburg 1.Hj € 1,2 Mio), die aber nicht alleine aufgrund des  Ökotoollistenzwangs  zurückzuführen ist. Denn es laufen auch kontinuierlich Patente ab, so daß die Medikamentenpreise automatisch günstiger werden. (Bis 2013 österreichweit dadurch Einsparungen in der Höhe von rund € 900 Mio).

2. Der  Listenzwang  hebelt den bestehenden Erstattungskodex aus. Dieser ist eine bundeseinheitliche Rechtsbasis für alle Fragen, betreffend die Kostenübernahme durch die Krankenkassen. Darin steht, welche Medikamente von  der Krankenkasse übernommen werden, welche extra genehmigt werden müssen und wie viel jedes einzelne kostet. Ausschließlich der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger (HVB) ist dafür zuständig.  Die vor einigen Jahren angebotene Online-Datenbank Ökotool stellt Gruppen von Medikamenten aus dem Erstattungskodex zusammen, die vergleichbar sind. Somit sieht der Arzt auf einen Blick mögliche Alternativen von  Medikamenten mit gleichem Wirkstoff nach Kosten gereiht.  In Salzburg sind die Vertragsärzte nun dazu verpflichtet, die preislich günstigste Variante zu verschreiben.   Dieser Zwang unterläuft aber die Alleinstellung des Hauptverbandes mit dem Erstattungskodex. Das bekräftigte auch das Ministerium für Gesundheit, welches  keinen Raum für die Erstellung von abweichenden Listen vorhanden sieht. Somit wäre die eigenständige Salzburger Ökonomieliste rechtswidrig.

3. Laut Pharmaverband  vergleicht die Liste unterschiedliche Medikamente mit unterschiedlichen Wirkstoffen und damit verbunden unterschiedlichen Neben- und Wechselwirkungen. Somit schließt die SGKK ihre Versicherten von der Versorgung mit einigen wichtigen Medikamenten aus und riskiert Unannehmlichkeiten für die Patienten, die bei  einer Medikamentenumstellung verbunden sein können. Risken, die oft wieder zu einem längeren Krankenstand führen, der wiederum Kosten für die Allgemeinheit verursacht.

4.  Die Therapiefreiheit des Arztes wird eingeschränkt. Die Entscheidung darüber, was für den Patienten das Beste ist, bleibt somit nicht mehr beim Arzt.

5. Was bedeutet ökonomisch in der Medizin? Wenn der Patient mit einem teueren Medikament schneller gesund wird, ist auch das ökonomisch. (Siehe Punkt 3)

6.  2008 wurde für 3 Jahre ein  Rahmen-Pharmavertrag zwischen dem Hauptverband, 104 Unternehmen der Pharmaindustrie und 10 Unternehmen des pharmazeutischen Großhandel bzgl. eines freiweilligen Solidaritätsbeitrag abgeschlossen. Dieser Vertrag beläuft sich auf  € 181 Mio.  Auch dies soll fairerweise einmal gesagt werden.

Mit einem Wort, der Prozess Anfang Jänner verspricht heiß zu werden. Man kann nur hoffen, daß die Patienten nicht unter die Räder kommen, denn die Therapietreue (Compliance) ist ein wesentlicher Punkt zur raschesten Genesung. Verunsicherungen durch  Medikamentenumstellungen Richtung billigste Nachbauprodukte (Generika) sollten vermieden werden.Vor allem in sensiblen Bereichen der Medikamentation, wie z.B. bei psychischen Erkrankungen, soll der Patient die bestmöglichste Variante erhalten.

07/11/2010 at 08:44 1 Kommentar

SGKK, Ökotool und die Querfinanzierung

Bezüglich der Zwangsverordnung von Ökotool seitens der Salzburger GKK und der Protest dagegen seitens der Pharmabranche wird nun vor  Gericht ausgetragen. Instanzenwege,  Einsprüche werden folgen, ein längerer Streit ist vorprolongiert.

Wenn die SGKK schon auf ein Einsparungspotenzial von € 1,2 Mio im 1.HJ stolz ist und kund tut, daß nun teurere Krebsmedikamente querfinanziert werden können, sollte sie sich auch folgenden Bereich anschauen: Therapie auf Krankenschein für psychisch Kranke. Vor allem für Menschen, die in finanzieller Not sind und dringend eine Therapie benötigen. 2010 wurde als europäisches Jahr zur Armutsbekämpfung ausgerufen, hier könnte ein erster Schritt im  Gesundheitsbereich gesetzt werden. Denn momentan bedeutet sehr oft: psychisch krank – eine Armutsfalle.

20/10/2010 at 07:43 Hinterlasse einen Kommentar

Solidarität, Ökotool, SGKK

Behaupte kühn, es gibt keine Solidarität und die, die sie noch praktizieren, sind die “Dodeln der Nation”. Ob politisches Denken und Handeln – nach mir die Sintflut;  im privaten Bereich – ich will jetzt Spaß haben, pfeiff auf die Mitmenschen;   der Spruch, “die Freiheit des Einzelnen hört dort auf, wo die Freiheit des Anderen beinträchtigt wird”, ist gelebte Nichtrealität.

Gesundheits- und Pensionswesen: Fast alle glauben, “ich habe jahrelang eingezahlt, also steht mir das Geld/Leistung auch zu – egal, wie ich gelebt habe”. Der größte Irrtum, denn die Systeme sind auf dem Solidaritätsprinzip (Eine Generation erhält die nächste) aufgebaut.  Ein nicht zu unterschätzender  Teil der Frühinvaliditätspension beruht auf der  jahrelangen Missachtung des Lebensstils (Übergewicht, Trinken, Rauchen, no sports,…) und nicht auf  Rückenprobleme schwerer Tätigkeiten.

Und der Teil der Gesellschaft, die diese verwalten, maßen sich Vorteile an, welche an und für sich  gute Grundideen ad absurdum führen. Warum  für jedes Bundesland eigene Krankenkassen mit ihrem Verwaltungsapparat? Warum diese vielen unterschiedlichen Pensionssysteme? Warum jeder Landeshäuptling seine Spitäler? Warum  tolle Glaspaläste für die Verwaltung? Die SGKK jammert über ihr hohes Defizit, zwingt per Ökotool die Ärzte zu Verschreibungen von Nachbaumedikamenten (Generika) – untergräbt dadurch die Therapiefreiheit des Arztes – , spricht über nicht durchgeführte Beraterleistungen (wofür wären diese eigentlich gedacht?) und freut sich im Gegenzug, einen neuen Glaspalast als Verwaltungsbüro für die rund 600 Mitarbeiter bezogen zu haben. Die Notwendigkeit dieses Baus  sind sicher nicht zu argumentieren, außer ” Wir wollen es haben…”.

Fazit, weit und breit keine Solidarität, die “Klasse oben” richtet es sich nach eigenem Gutdünken und läßt ihre “Untertanen” an den Marionettenseilen zappeln. Warum sollte auch ein psychisch Kranker die beste Medikamentation erhalten, wenn der Blick aus dem neuen Büroplast doch so schön ist ?

Sparen ja, aber bitte an den richtigen Parametern und nicht populistische Aktionen setzen  die im Endeffekt nichts bringen, außer verunsicherte Patienten und damit sehr oft verbunden eine Verlängerung der Therapiemaßnahmen. 3 Wochen Krankenstand kosten der Allgemeinheit mehr als 2, aber die Allgemeinheit, sprich Steuerzahler wird es schon schlucken. Solidarität von oben?

15/08/2010 at 08:39 Hinterlasse einen Kommentar

Apotheker, Fachleute, Generika und Ökotool

Was einem so im Urlaub passieren kann. Beim morgendlichen Durchblättern der angebotenen Zeitungen entdeckte ich in der Kleinen Zeitung Stmk. eine bezahlte  Apothekertipp-Glosse zum Thema Generika.

Der Autor dieser Werbeeinschaltung behauptet ganz unschiniert, ein Nachbauprodukt (Generikum) wirkt nicht besser oder schlechter als ein Original, es ist aber eindeutig billiger. Ältere Patienten, die wegen der Umstellung auf ein billigeres Nachbauprodukt Probleme sehen, sollen sich an die erfahrenen Arzneimittelfachleute, sprich  Apotheker, wenden.

Finde ich sehr eigenartig und fahrlässig, daß “Fachleute” behaupten, die Wirkung von Originalmedikamenten und Nachbauprodukten sei ident. Denn dies stimmt nicht. Es gibt eine Schwankungsbandbreite, die  störende Nebenwirkungen verursachen können. Und dies ist z.B. bei psychischen Erkrankungen für den Erfolg einer Medikamentation nicht von Vorteil.

Warum wird immer nur der Preis in den Vordergrund geschoben – siehe Ökotool-  und alle anderen Faktoren beiseite gelassen?

31/07/2010 at 10:00 Hinterlasse einen Kommentar

Generika-Aktien, Generika-Fonds und wo bleibt der Patient?

Liest man sich den nachstehenden Artikel aus der Sicht eines Börsenmaklers durch, glänzen dessen Augen immer mehr. Der asiatisch-pazifische Raum boomt als  Hochburg für Nachbauprodukte, sprich Generika. Sowohl im Bereich des Einsatzes an der Bevölkerung, als auch im Bereich der Produktion. Warum dieser Boom ? Überalterung der Bevölkerung und Ausbau der medizinischen Grundversorgung. In China sind aktuell nur 20% krankenversichert, Ziel der Regierung sind 90%.

Alle sollen ihr Medikament erhalten, gut so, aber warum müßen dies in Zukuft vor allem Nachbaumedikamente sein? Darauf zu warten, daß wieder ein Patent abläuft, rund 1 bis 2 Mio Dollar zu investieren – siehe Entwicklungskosten Originalmedikament -  und dann mit dem Generikum gut zu verdienen, daß kann es doch nicht im Sinne der Medizin und des Patienten sein? Wo bleibt die Weiter- und Neuentwicklung, ich möchte als Patient nicht ein vor ca. 25 Jahren entwickeltes Medikament bekommen. Fahre auch nicht mit einem schweren, alten Steyr-Waffenrad herum, nur weil niemand einen leichteren Rahmen entwickeln wollte. Es gibt sicher Medikamentenbereiche, wo Nachbauprodukte nicht so heikel sind, aber zum Beispiel im Bereich der psychischen Erkrankungen sollten doch Medikamente am letzten Stand der Entwicklung eingesetzt werden.

27/06/2010 at 08:43 2 Kommentare

Suizidrate steigt bei den unter 55 Jährigen – Depressionsscreening wird gefordert.

Ein Anstieg der Arbeitslosigkeit europaweit um 3%, erhöht die Suizidrate um 4,5%. Diese  Botschaft erfuhren die Teilnehmer  beim Kongress für evidenzbasierende Prävention in Baden bei Wien. Weiters wurde festgestellt, daß die Suizidrate bei der Bevölkerung 55+ zurück geht, in der Gruppe der 20-55 Jährigen aber  ansteigt. Vermutete Gründe:  Zerfall der familiären Strukturen, sowie mehr Druck um sich in der Gesellschaft und am Arbeitsmarkt zu behaupten. In Österreich sterben durch Suizid jährlich 1.500 Personen – fast doppelt soviel bei bei Verkehrsunfällen.  Was kann dagegen getan werden?

Ein Vorschlag wäre ein Depressionsscreening, eine organisierte Befragung von speziellen Gruppen wie z.B.Schüler oder Teilnehmer an der Gesundenuntersuchung.  Je früher eine Depression erkennt wird, umso eher ist sie heilbar. Durch Therapie und durch  beste, kontinuierliche medikamentöse Behandlung.

Alleine in Österreich ist der Anteil  für Frühpensionierungen durch psychische Erkrankungen bei Frauen mit 41% die häufigste Ursache und bei Männern mit 21% bereits an der 2. Stelle.  Tendenz steigend.  Ein nicht zu unterschätzender Faktor im Bereich Gesundheits- und Budgetkosten. Stellt sich nur die Frage, ob alle relevanten Kräfte sich dieser Problematik bewußt sind? Denn alleine durch die Umstellung von Originalmedikamenten auf Nachbauprodukte (Generika), wie dies z.B. in Salzburg seitens der Kassen seit kurzem verordnet wird, kommt es zu einer unnötigen Irritation der Patienten und oft zu einem Therapieabbruch. Das dies in Summe mehr Geld kostet, ist scheinbar einigen handelnden Personen ziemlich egal. Hauptsache kurzfrisitg durch Nachbauprodukte Kosten gespart, den Rest soll die Allgemeinheit tragen. Wie lange noch?

23/06/2010 at 08:24 1 Kommentar

Aufkäufe von Generikaproduzenten.

Was ist los am Pharmamarkt? Abott kauft um 3,7 Mia Dollar den indischen Generikaproduzenten Piramal und der israelische Generikariese Teva kaufte im Frühjahr  Ratiopharm um 3,6 Mia €.  Ist das die Antwort auf die Bestrebungen der Politiker und der Krankenkassen, Nachbaumedikamente zu forcieren und Originalmedikamente als zu teuer einzuschränken? Generika haben in einigen Bereichen der Medikamentation  ihre Aufgabe als billiges Nachbaumedikament zu erfüllen und dies ist auch in Ordnung.

Als Patient frage ich mich aber, wer forscht und entwickelt in Zukunft  noch neue, bessere Medikamente, wenn Originalmedikamente gegenüber Nachbauprodukten in der Vermarktung des Einsatzes offiziell benachteiligt werden? Muß ich in heiklen Bereichen wie bei psychischen Erkrankungen ein Mittel verwenden, welches im Schnitt vor 2 -3  Jahrzehnten entwickelt wurde, nur damit die Kasse weniger bezahlen muß? Das ist doch nicht im Sinne des Patienten.  Abgesehen stimmen einige Angaben über die billigen Nachbaumedikamente nicht, denn hier werden Rabatte einfach nicht weitergegeben, wie dies in Deutschland nun bekannt wurde. Werde diesbezüglich in nächster Zeit ein paar Medien durchforsten.

27/05/2010 at 10:04 Hinterlasse einen Kommentar

Medikamentenvereinbarung – psychiatrische Erkrankungen

“Das Wetter macht mich depressiv” – dieser fast schon Standardsatz verharmlost den Begriff Depression und damit verschwimmen oft die Grenzen. Was ist eine richtige Depression?

Ein gestörter Gehirnstoffwechsel, bei dem die Spiegel der Überträgersubstanzen (Neurotransmitter) Serotonin und Noradrenalin sehr nieder sind. Somit resultiert Depression aus der fehlenden Balance im biochemischen Gleichgewicht. Einige Merkmale einer Depression sind: Antriebslosigkeit, Innere Unruhe, Schlafstörungen, Fehlende Lebensfreude, Innere Leere, Vermindertes Selbstwertgefühl, schwindendes Interesse, Schuldgefühle, Suizidgedanken, Selbstanklagen, aus dem Alltag sich zurückziehen.

Was kann man dagegen tun -  sowohl als Betroffener oder Außenstehender?

Nicht ” es wird schon wieder, reiß dich zusammen” ist sinnvoll, sondern einen Arzt aufsuchen und  klar machen, daß es sich um eine Stoffwechselerkrankung handelt, die gut behandelbar ist. Die Kombination der medikamentösen Behandlung (Antidepressiva) und Psychotherapie ist ein wirkungsvoller Weg.

Dies setzt aber  die Tatsache voraus, daß bei Medikamentenumstellungen im Bereich psychiatrischer Erkrankungen,  die Compliance (Therapietreue) des Patienten nicht gefährdet wird. Sogar die Salzburger Ärztekammer hat dies in einem Schreiben an ihre Kollegen erwähnt. Grund ist die neue “Zwangsverordnung” bei der Medikamentenvereinbarung  -  hin zu billigen Nachbauprodukten (Generika).

25/05/2010 at 09:10 Hinterlasse einen Kommentar

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