Artikel getaggt mit ‘Krankenkasse’
Aktuelles hohes Sparpotential im Gesundheitsbereich.
In den letzten Tagen kamen einige Meldungen zum Sparpotential im Gesundheitswesen. Reichte von Pflichtversicherung statt Versicherungspflicht, über nur eine Krankenkasse statt neun, bis zu neuer Aufteilung der Finanzhoheit Bund/Länder. Ob sich wirklich etwas bewegen wird sei einmal dahin gestellt.
Eine Sache verläuft still und heimlich, obwohl sie ein großes Einsparungspotential beinhaltet. Reduzierung der neunfachen IT-Infrastruktur auf eine, damit könnten rund € 55 mio eingespart werden. Dies sind 20% vom Gesamtjahresbudget von € 268 Mio mit insgesamt 1.300 IT-Mitarbeitern. Die Kostensenkungsmaßnahmen hätten schon seit 2007 greifen sollen, nur steht NÖ und Bgld auf der Bremse, die einen eigenen Weg vorziehen. Neuer Zeitplan ist eine Umsetzung bis 2013.
Dafür spart man im Pflegebereich und zwingt Ärzte in Salzburg ihren Patienten Generika zu verschreiben, auch wenn diese durch andere Hilfsstoffe nicht die idente Wirkung erzielen. Macht nichts, ist der Patient halt länger im Krankenstand , Hauptsache die Medikamentenkosten sinken.
Sind Generika am letzten Stand der Forschung?
Ziemlich leicht mit nein zu beantworten, da Generika Nachbauten von Originalmedikamenten sind, deren Entwicklung rund 20 -25 Jahre zurück liegen (Zeitraum Forschung + Patentrecht).
Dies wird bei einem Aspirin keine Probleme verursachen, aber in Bereichen von chronischen und im speziellen bei psychischen Erkrankungen sollte das Medikament topaktuell sein. Und dies ist bei einem Generika nicht.
Warum immer nur auf die “auf den ersten Blick” günstigen Generikakosten seitens der Krankenkassen abgezielt wird, ist ein Rätsel. Hart formuliert, um einige € pro Patienten einzusparen, werden dem Patienten alte (bzgl. Entwicklung) Medikamente verordnet. Wäre so, als wenn sie mit einem Auto aus dem Jahre 1980 noch fahren. Sicher möglich, aber für die Umwelt etc. nicht von Vorteil.
EBM-Tagung und die Frage der Nebenwirkungen bei Generika
Die in Salzburg stattfindende EBM-Tagung geht vom Thema her sicher in die richtige Richtung. Stellt sich nur die Frage, wird umfassend diskutiert und alle relevanten Bereiche miteinbezogen? Gerade in Salzburg, wo die Krankenkasse Ärzte mehr oder minder nötigt, das billigste Medikament zu verordnen. Steht auch der Punkt “Original -Generika” auf der Agenda? Denn hier gibt es gerade im medikamentösen Therapiebereich einige offene Fragen bzgl. Nebenwirkungen, die aufgrund der alles überlagernden Kostenminimierung unter den Tisch gekehrt werden.
Neue Nebenwirkungen durch Generika?
Nach dem Durchlesen einiger Artikeln im Bereich Gesundheit rückt, abgesehen von der Dauerproblematik der Gesundheitsfinanzierung, ein Thema immer mehr in den Vordergrund. Die Nebenwirkungen der Medikamente. Nicht Neues, nur wird scheinbar diesem Bereich aktuell mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Ist auch gut so, denn das “rote Medikament” einzunehmen um die Nebenwirkungen vom “grünen” zu reduzieren, ist doch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Wie ist das eigentlich bei Generika? Haben die andere Nebenwirkungen als Originale? Ein Bekannter wechselte auf Anraten des Arztes das Medikament, sprich zum günstigeren Generika und hat seitdem “Zusatzprobleme”. Nach Rücksprache mit dem Arzt wird noch kurz abgewartet ob die Rückkehr zum jahrelang eingenommen Medikament wieder erfolgen soll. Der Patient ist verunsichert, der Arzt in der Zwickmühle und einzig die Krankenkasse ist glücklich. Kosten gespart. Das kann es doch nicht sein.

Letzte Kommentare