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Psychische Erkrankungen und die Umstellung vom Original auf ein Generikum.
Seit dem ich im Bekanntenkreis mich bzgl. Original versus Generika umhöre, kommt natürlich auch immer der Einwand, für welchen Einsatzbereich. Sicher, ein Generikum gegen Halsweh ist etwas anderes als z.B. im Bereich psychischer Erkrankungen.
In diesem Therapiebereich hat das Vertrauen zwischen Arzt und Patient einen immens hohen Stellenwert und ist ein entscheidendes Kriterium, ob eine Therapie im Sinne des Patienten erfolgreich ist oder nicht. Bis der Patient “sein” Medikament nach Verordnung einimmt, braucht es eine intensive Vorarbeit seitens des Arztes und Vertrauen , das durch plötzliche Medikamentenänderung zu Irritationen führen kann. Aus Erfahrungen weiß man, daß ca. die Hälfte der ärztlichen Verschreibungen in der Apotheke nicht eingelöst werden. Bei psychischen Erkrankungen leben die Patienten von Grund auf in einer fragilen seelischen Balance und sind leicht zu verunsichern. Ein Wechsel vom Original, vom Vertrauten zu einem Generikum, anderer Name, andere Verpackung, löst Misstrauen aus und wenn der Patient dieses neue Medikament nicht einnimmt, sind Rückfälle vorprogrammiert. Die Folgen können bis zum Suizid reichen. Verstärkt wird das Misstrauen gegenüber Generika noch dadurch, daß andere Nebenwirkungen auftreten können. Denn Generika und ihre Wirkungen müssen in klinischen Studien nicht nachgewiesen werden und die Schwankungsbreite in der Bioäquivalenz ist ein großer Unsicherheitsfaktor.
Das Gesundheitssystem muß sparen ist die aktuelle Devise, es stellt sich aber die Frage, ob die Preiseinsparungen durch eine Umstellung auf ein Generikum nicht wesentlich geringer sind als die potentiellen Gefahren durch Abbruch der Therapie oder Rückfälle? Denn die Kosten für Arbeitsausfall oder Rehab sind nicht zu unterschätzen. Und die Preisdifferenz zwischen Original und Generika ist in Österreich aus gesetzlich vorgeschriebenen Gründen minimal.
Neue Nebenwirkungen durch Generika?
Nach dem Durchlesen einiger Artikeln im Bereich Gesundheit rückt, abgesehen von der Dauerproblematik der Gesundheitsfinanzierung, ein Thema immer mehr in den Vordergrund. Die Nebenwirkungen der Medikamente. Nicht Neues, nur wird scheinbar diesem Bereich aktuell mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Ist auch gut so, denn das “rote Medikament” einzunehmen um die Nebenwirkungen vom “grünen” zu reduzieren, ist doch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Wie ist das eigentlich bei Generika? Haben die andere Nebenwirkungen als Originale? Ein Bekannter wechselte auf Anraten des Arztes das Medikament, sprich zum günstigeren Generika und hat seitdem “Zusatzprobleme”. Nach Rücksprache mit dem Arzt wird noch kurz abgewartet ob die Rückkehr zum jahrelang eingenommen Medikament wieder erfolgen soll. Der Patient ist verunsichert, der Arzt in der Zwickmühle und einzig die Krankenkasse ist glücklich. Kosten gespart. Das kann es doch nicht sein.
Sind günstigste Medikamente die Retter des Gesundheitssystems?
Das mit den günstigsten Medikamenten ist ein stark zu bearbeitendes Feld. Habe mir die Lage in Salzburg einmal näher über vorhandene Medienartikeln angeschaut, also ich weiß nicht, ob dies das Allheilmittel ist, um die Krankenkassen auf Vordermann zu bringen. Jetzt möchte ich mich in den nächsten Tagen bzgl. Generika versus Original beschäftigen. Denn hier scheint auch einiges abzulaufen, das den Patienten nicht richtig informiert und ihn mehr verunsichert als aufklärt. Die Vertrauensbasis Arzt – Patient leidet sicher darunter.

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