Artikel getaggt mit ‘Apotheker’

Start der E-Medikamentation als vorläufiger Probebetrieb.

Obwohl die Software-Ausschreibung und die Kosten des Probebetriebes noch nicht im Reinen sind, startet Mitte April ein Probebetrieb in folgenden regionalen Bereichen: Wien-Donaustadt, Floridsdorf; OÖ – Wels/Stadt, Wels/Land, Grieskirchen und Eferding;  Tirol – Reutte, Imst und Landeck.Dies sind insgesamt rund 500.000 Krankenversicherte. Als Abwickler fungieren rund 100 niedergelassene Ärzte, 50 Apotheken und sechs Krankenanstalten.

Diese Testphase soll zunächst über neun Monate laufen, sollte alles klappen, wird im dritten Quartal 2012 die E-Medikamentation auf ganz Österreich ausgeweitet. Das Ziel,  Wechselwirkungen und Mehrfachverschreibungen von Medikamenten zu unterbinden ist gut, nur die Tatsache, daß der Patient seine freiwillige Teilnahme individuell einschränken kann, ist kontraproduktiv. Somit weiß ein Arzt nicht vollständig Bescheid und kann sicher keine Haftung übernehmen. Anbei eine Übersicht:

31/03/2011 at 13:14 Hinterlasse einen Kommentar

Der Zwang zum Ökotool und der Dominoeffekt.

Ale Ergänzung zu einem älteren Artikel bzgl. Medikamentenpreise sei noch folgendes erwähnt:  Der Fabriksabgabepreis wird auf Basis des EU-Durchschnittspreises ermittelt, denn kein Original darf teurer als dieser sein. Die Handelsspannen der Großhändler und Apotheker sind ebenfalls reguliert, so daß im Endeffekt die Originale in Österreich um einiges günstiger sind und der Großhandel die niedrigen Einstandspreise nutzt, gewinnorientierte Exporte zu tätigen, daß wiederum in Folge Lieferschwierigkeiten für einzelne Medikamente in Österreich bedeutet und in den Importländern ein Druck auf die höheren Preise entsteht.

Die zwanghafte Salzburger Ökotool-Liste der SGKK setzt zu dieser Facette noch etwas drauf, in dem die in Österreich recht hohen Generikapreise sinken werden und in Folge auch die Originalmedikamente. Dies führt wiederum dazu, daß internationale Unternehmen eine scharfe Kosten-Nutzen Rechnung anstellen und ihre Forschungsaktivitäten und Vertriebssysteme stark reduzieren werden. Dies wird auch den Service der Unternehmen für Ärzte  die Fortbildungsveranstaltungen – auch wenn vor allem in Österreich eine sehr differenzierte  Meinung dazu besteht – betreffen.

Ergo, der Jubel der Kassen über einzusparende Millionen (€ 2,5 im Jahr 2010 in Salzburg) überdeckt die Folgeerscheinungen, die in Summe um einiges teurer sind. Aber in Österreich halbiert man auch einen Autobahnring in Linz, freut sich über das eingesparte Geld und niemand sagt, daß die amputierte Strecke im Niemandsland endet.

16/01/2011 at 07:48 Hinterlasse einen Kommentar

Apotheker, Fachleute, Generika und Ökotool

Was einem so im Urlaub passieren kann. Beim morgendlichen Durchblättern der angebotenen Zeitungen entdeckte ich in der Kleinen Zeitung Stmk. eine bezahlte  Apothekertipp-Glosse zum Thema Generika.

Der Autor dieser Werbeeinschaltung behauptet ganz unschiniert, ein Nachbauprodukt (Generikum) wirkt nicht besser oder schlechter als ein Original, es ist aber eindeutig billiger. Ältere Patienten, die wegen der Umstellung auf ein billigeres Nachbauprodukt Probleme sehen, sollen sich an die erfahrenen Arzneimittelfachleute, sprich  Apotheker, wenden.

Finde ich sehr eigenartig und fahrlässig, daß “Fachleute” behaupten, die Wirkung von Originalmedikamenten und Nachbauprodukten sei ident. Denn dies stimmt nicht. Es gibt eine Schwankungsbandbreite, die  störende Nebenwirkungen verursachen können. Und dies ist z.B. bei psychischen Erkrankungen für den Erfolg einer Medikamentation nicht von Vorteil.

Warum wird immer nur der Preis in den Vordergrund geschoben – siehe Ökotool-  und alle anderen Faktoren beiseite gelassen?

31/07/2010 at 10:00 Hinterlasse einen Kommentar

Generikaaustausch und Generikaproduktion – was hat sich seit damals geändert?

Wie heißt es so schön,  “Das Archiv ist die Rache der Journalisten”. Klingt für meinen Blog zu hochtrabend und wäre auch falsch, nur blicke ich zum Thema- billige Nachbauprodukte/ Generika -  ein bißchen zurück,  findet man ganz interessante Forderungen. Eine Sache betrifft die Apotheker in Österreich, eine andere eine der EU gegenüber Indien. Beide aus dem Jahre 2005, was hat sich in dieser Richtung wirklich getan?

02/06/2010 at 10:52 1 Kommentar

Gratismuster an Generika überrollen das verschriebene Generikum?

Wenn das so stimmt, was einem aus Salzburg zugetragen wird, dann brodelt hier ein ziemlicher Skandal im Untergrund:  Einige Apotheker lagern nur das Generikum, für das sie vom Hersteller 100% Rabatt in Form von Gratismuster bekommen und verrechnen aber der Salzburger Krankenkasse das auf dem Rezept des Arztes stehende weiter. So läßt sich ein nettes Körberlgeld erwirtschaften. Wie gesagt, dies können auch nur Gerüchte sein, aber die Tatsache, daß verschriebene Generika durch  andere seitens der Apotheker geändert werden, sagt schon einiges aus. Hat seitens der Krankenkasse oder der Ärztekammer  schon jemand von diesen Praktiken vernommen?

06/05/2010 at 09:19 1 Kommentar

Ökotool Salzburg, Generika-Verschreibung und die Ausgabe in den Apotheken.

Nach einem Wochenendbesuch bei Salzburger Bekannten, bei dem leider auch immer über unsere Krankheiten gesprochen wurde fragte man mich, ob dies in Wien auch so üblich sei, daß  Apotheken andere Medikamente ausgeben, als vom Arzt verordnet wurden.  Dies betraf vor allem Generika. Angabegrund  der Apotheker: Das verschriebene Generikum haben wir nicht lagernd.

Nun fragen sich die betroffenen Patienten, warum ist dies so? Sind die Apotheker nicht verpflichtet, alle Generika zu führen und bei einem möglichen Wechsel den Arzt zu kontaktieren? Steckt hier mehr dahinter als wir noch alle wissen? Interessant ist auch, daß sich diese Fälle seit der Einführung des “Generikazwangs durch Ökotool” häufen. Wir sind einmal so verbleiben, daß jeder ein bißchen recherchiert um herauszufinden, ob es ein “System” für diese Aktion seitens der Apotheker gibt.

03/05/2010 at 17:00 1 Kommentar

E-Medikation und der Kampf zwischen Arzt und Apotheker.

Ist es Futterneid, oder wieso gibt es zur  Idee der E-Medikation- verschriebene und rezeptfreie Medikamente sollen per e-card registriert werden – Kompetenzstreitigkeiten?  Die Apotheker wollen, daß bei  rezeptfreien Medikamenten kein Eintrag erfolgt, denn dieser Bereich fällt in ihre Kompetenz und da sollen die Ärzte keine Einsicht bekommen.Warum?

Kann es sein, daß Apotheker ohne sich über Krankheiten zu erkundigen, möglichst viele rezeptfreie Medikamente verkaufen und nun Angst bekommen, daß möglicherweise diese freie Medikation kontraproduktiv für einen Heilungsverlauf sein kann, oder sich mit bestehenden rezeptpflichtigen Medikamenten “spießt”?  Oder was ist es sonst?  Cash Cow für Apotheker?

31/01/2010 at 09:29 3 Kommentare


Geben Sie hier Ihre E-Mail-Adresse ein, um den Blog zu abonnieren.

Join 8 other followers

Top-Beiträge

     

    Juni 2012
    M D M D F S S
    « Jun    
     123
    45678910
    11121314151617
    18192021222324
    252627282930  

    Follow

    Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.