Psychisch Kranke in Österreich
29/06/2011 at 07:26 Hinterlasse einen Kommentar
Ein paar Zahlen und Fakten:
Im Jahr 2009 nahmen rund 900.000 Personen wegen einer psychischen Erkrankung Leistungen der Krankenversicherung in Anspruch. 840.000 erhielten Psychopharmaka.
Die Zahl der Krankenstände wegen psychischer Diagnose stieg innerhalb von 2 Jahren um 22 Prozent, die wegen körperlicher Krankheiten um 10 Prozent. Die Kosten für die Krankenbehandlung machten 750 Millionen Euro aus, die Krankenstände wegen psychischer Erkrankungen sind zwar nur 2,5 Prozent aller Fälle, aber die Dauer des Krankenstandes beträgt rund 40 Tage (fast 4 mal so viel wie bei somatischen Erkrankungen). Die Aufwendungen für das Krankengeld beliefen sich auf 70 Mil. Euro, somit machen 2,5Prozent der Krankenstandsfälle 15,7 Prozent des gesamten Krankengeldvolumens aus.
Interessant ist, daß die Salzburger Gebietskrankenkasse sich an dieser Studie mitbeteiligt hat. Jene GKK, welche die Ärzte zum Generikazwang verdonnert hat und Patienten durch Umstellungen und zusätzlichen Nebenwirkungen verunsichert. Auch die Wirkung von Nachbauprodukten – Generika – ist tlw. anders, so daß es unter anderem auch zu einer Verlängerung der Krankenstandstage kommt. Durch Generika soll zwanghaft gespart werden, was sicher bei einfachen Erkrankungen Sinn macht, aber bei chronischen und vor allem bei psychischen Erkrankungen kontraproduktiv ist. Aber dies scheint die SGKK nicht zu tangieren, hauptsache es kann gegen die “böse” Pharmaindustrie populistisch angekämpft werden. Hunderttausende psychisch Kranke sagen “Danke”.
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