Archiv für 11/05/2011
ELGA kostet 5x so viel, aber bei Medikamenten ist zu sparen.
Wann passiert endlich ein medialer Aufschrei, der dann über die Bevölkerung bis zu den verantwortlichen Politikern hallt und Konsequenzen mit sich zieht. Mit dem Steuergeld der österreichischen Erwerbstätigen wird derart fahrlässig umgegangen, im Grunde ein Skandal. Ein Mosaikstein der Unverfrorenheit: die Kosten für die elektronische Gesundheitsakte (ELGA)
Laut Ministerium betragen die Kernkosten € 30 Mio. Laut einer Studie (die 2008 von der ARGE ELGA) in Auftrag gegeben worden ist und seitdem unter Verschluß gehalten wird, wird von insgesamt rund € 171 Mio ausgegangen. Davon 135 Mio Anfangskosten und rund € 36 Mio pro Jahr. Da dies praktisch eine Eigenstudie ist (“Gefälligkeitsstudie”), ist der Ausgang mit der exorbitanten Preisexplosion ein Schuß ins Knie.
Reaktion des Ministeriums. Bis jetzt Null. Aber Ärzte zu verpflichten, statt Originalemedikamente Generika zu verschreiben und somit Patienten zu verunsichern und die Therapiefreiheit des Arztes einzuschränken ist salonfähig.

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