Burn-Out-Syndrom versus Depression
14/04/2010 at 08:04 Hinterlasse einen Kommentar
Momentan ist es via Medien wieder sehr populär über Burn-out Phasen zu kommunizieren. Ob ein Teil des Popduos Rosenstolz, der deutsche Boxer Stefen Kretschmer oder der Cover des Magazins Focus “Die Burn-out-Gesellschaft”, Burn-out/ bin in einer Depression, ist “in”. So sehr dieser Begriff medial eingesetzt wird, wissenschaftlich ist er nicht eingeführt und als Diagnose nicht haltbar. – Erstmals hat diesen Begriff der Psychoanalytiker Herbert Freudenberger in der 70er Jahren in seinem Buch “Burn-out” verwendet (Nach anstrengender Praxistätigkeit). – Psychologen sprechen statt dessen von “Arbeits- oder Erschöpfungsdepression”.
Und hier ist wiederum strikt von der klassischen Depression zu unterscheiden, die eine Gehirnstoffwechselerkrankung ist! Es sind dies Veränderungen in bestimmten Hirnzentren und Störungen im Gleichgewicht von Neurotransmittern (Botenstoffen) wie Serotonin, Noradrenalin, Dopamin u.a. Diese psychische Erkrankung wird sowohl durch Psychotherapie als auch durch medikamentöse Therapie (mit Psychopharmaka) behandelt.
Und in diesem sensiblen Bereich ist der Stellenwert zwischen Patienten und Arzt sehr entscheidend für den Therapieverlauf. Bis hin zu den Medikamenten, bei denen der Patient merken muss, daß eine Besserung eintritt. Ändert man in diese Bereich etwas – z.B durch den Einsatz von Generika – , kann es zu starken Irritationen seitens des Patienten kommen, der Fortbestand der Vertrauensbasis ist gefährdet, sowie die Therapiebereitschaft des Patienten. Überlegen dies auch die Verantwortlichen für die Gesundheitsreform, oder wird nur auf die direkten Kosten, da Original, dort günstige Generika geschaut?
Eintrag abgelegt unter Uncategorized. Tags: Burn-Out, Depression, Neurotransmitter, Noradrenalin, Serotonin, Therapie.

Diesen Artikel zurückverfolgen | Abonniere Kommentare via RSS Feed