Archiv für 30/03/2010
Medikamentenkosten Original versus Generika und psychiatrische Erkrankungen.
Jeder 5. Österreicher leidet im Laufe seines Lebens an einer psychischen Erkrankung. Die Behandlung erfolgt oft unzureichend bis gar nicht. Nun kommt noch verschärfend die Krise im Gesundheitssystem dazu, deren Gesundung auch mit dem Sparfaktor bei Medikamenten zu erfolgen hat. Statt Originale nun vermehrter Einsatz von Generika. Die Salzburger Krankenkasse nimmt seit Anfang Jänner alle Ärzte voll in die Pflicht, nur das günstigste Medikament zu verschreiben. Wenn nicht, steht in Folge der Kassenvertrag am Prüfstand. Soviel zur freien Therapiewahl des Arztes!
Was bei dem Thema Kosten überhaupt nicht bedacht wird, sind die Nebenwirkungen von Generika, die ziemlich vom Original abweichen können. Speziell bei der Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen kann das fatale Folgen bekommen: Schlechter Therapieverlauf oder sogar Abbruch der Therapie, Belastung für den Betroffenen, für die Angehörigen, vermehrte Spitalsaufenthalte, spätere Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess und damit verbunden höhere Folgekosten für das Gesundheitssystem und für die Volkswirtschaft.
Bedenkt das auch wer, der ständig vom Einsatz von Generika spricht, oder werden nur die vordergründigen Medikamentenkosten Original versus Generika gesehen?

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